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Cellulite – Warum wir sie nicht einfach wegcremen können

Die einst knackige Pfirsichhaut entwickelt sich natürlicherweise im Verlauf der Jahre, meist beginnend nach der Pubertät, zu einer holprigen Orangenhaut. Ungefähr 80 – 90 % der Frauen leiden an Cellulite (lat. Dermopanniculosis deformans). Sie ist eine konstitutionell bedingte, nicht entzündliche Veränderung des subkutanen Fettgewebes (untere Hautschichten); meist vorkommend im Gesäß sowie im Oberschenkelbereich von Frauen.

Viele Kosmetikprodukte und insbesondere „Anti-Cellulite-Cremes“ sowie Tipps und Tricks innerhalb der sozialen Medien, wie beispielsweise auf Facebook, Instagram & Co. versprechen eine glattere Haut ohne Cellulite – Doch geht das wirklich? Kann man Cellulite einfach so loswerden oder wegtrainieren? In diesem Blogartikel erfahren Sie mehr.

Die Cellulite – ein kosmetisches Problem nur bei Frauen?

Verantwortlich für die Entstehung der Dellen ist die Struktur des weiblichen Bindegewebes. Anders als bei Männern ist dies in lockeren Strängen angeordnet. So geht die Lederhaut (Dermis) ohne eine scharfe Begrenzung in die Unterhaut (Subkutis) über. Diese ist charakterisiert durch ein lockeres, lamellenartiges Bindegewebe. Darin ist – je nach Leibesfülle – Fettgewebe in Form von „Läppchen“ eingelagert.

Die Cellulite ist keine Erkrankung, sondern eher eine Beschreibung für einen dellenartigen Hautzustand. Dabei spielt das subkutane Fettgewebe eine ausschlaggebende Rolle. Denn sie ist gekennzeichnet durch große metabolische Adipozyten (Zellen des Fettgewebes), welche insbesondere auf die untere Körperhälfte beschränkt sind. Aus diesem Grund tritt die Cellulite am Po und an den Oberschenkeln auf.

Bei Frauen kann ein diffuses Muster irregulärer und unterbrochener Bindegewebszüge direkt unter der Lederhaut (Dermis) beobachtet werden. Bei Männern hingegen ist diese Schicht glatt und durchgehend, weshalb sie nicht von der Cellulite betroffen sind.

Die obere Unterhautschicht (Subkutis) besteht aus stehenden Fettzellkammern, welche durch das Bindegewebe röhrenförmig voneinander abgetrennt sind. Beim Zusammenpressen oder bei Bewegung wölben sich diese polsterartig heraus. Aufgrund dessen erinnert die Haut sodann an eine Orange oder an eine gesteppte Matratze.

Welche Faktoren begünstigen das Auftreten der Cellulite noch?

Neben dem Bindegewebe und den Fettzellen spielen auch folgende Aspekte eine Rolle bei der Pathogenese der Cellulite:

  • Die Haut an sich: Die Festigkeit und Elastizität der Haut wird durch die Gene bzw. das individuelle Erbgut vorgegeben. Durch die Ernährung, die Bewegung und äußere Umwelteinflüsse kann diese jedoch immens beeinflusst werden. Im Alterungsprozess wird sie dünner, wodurch das Erscheinungsbild der Cellulite obendrein begünstigt wird.
  • Die Durchblutung: Sofern die Durchblutung gestört ist, erhöht dies auch die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Dellen. Darüber hinaus kommt es dadurch gegebenenfalls zur vermehrten Ansammlung von Giftstoffen und zur Lymphostase (Lymphstau).

Der Orangenhaut den Kampf ansagen und sie „wegcremen“ – Geht das?

Die unschönen Dellen sind optisch störend und führen nicht selten auch zu einem (leichten) Leidensdruck der Betroffenen. Zahlreiche (Anti-Cellulite-)Pflege- und Massageprodukte versprechen schnelle Abhilfe. Doch diese können die Cellulite leider nicht bekämpfen.

Sie sind eher kritisch zu betrachten, da es bis dato nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, dass die Cremes & Co. tatsächlich bis in die unteren Hautschichten vordringen können, in denen sie gebraucht werden. Bestimmte Wirkansätze und Formulierungen können zwar die Collagenproduktion in der Haut anregen und die Haut damit straffen; gegen Cellulite sind sie dennoch nur wenig effektiv.

Frau cremt ihren Oberschenkel ein

Doch was hilft bei Cellulite?

Für einen sichtbaren Effekt wäre eine ästhetische Behandlung, ein sogenanntes extensives Fett-, Kollagen- und Bindegewebsremodelling notwendig – dies können allerdings kosmetische Hautpflegeprodukte nicht leisten, sondern nur dermatologisches Fachpersonal.

Nichtsdestotrotz sollten Sie sich davon nicht entmutigen lassen und weiterhin eine konsequente Hautpflegeroutine anstreben. Denn die Wirkstoffe straffen und festigen die äußere Hautschicht, die auf diese Weise dem Fettgewebe mehr Widerstand leisten kann. Ihre Haut wird es Ihnen danken und freut sich über eine nährende Pflege:

Erlebnispflege mit leichtem Prickeln

Die AESTHETICO fruit complex body & face lotion vereint die positiven Eigenschaften von Fruchtsäuren mit feuchtigkeitsspendender Urea. Die leichte Lotion mit geringem Fettanteil bewirkt einen hautklärenden und abschilfernden Effekt und verbessert das Hautbild bei aktivierungsbedürftiger, reiferer Haut.

Bleiben Sie (und ihre Haut) geschmeidig

Die AESTHETICO lipid lotion ist eine intensiv rückfettende Hautpflegelotion für trockene bis sehr trockene Haut. Sie enthält natürliches, nachhaltig hautpflegendes Oliven- und Jojobaöl sowie 5% Urea und Glycerin. Sie spendet der Haut langanhaltend Feuchtigkeit, schützt vor dem Austrocknen, macht sie geschmeidig und sorgt für eine ebenmäßigere Hautoberfläche

Tipp:

Es ist im Kontext der Cellulite empfehlenswert, ein ganzheitliches Hautpflegekonzept anzustreben. Ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung, regelmäßigem Sport treiben sowie gesunder Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr von Wasser oder ungesüßten Getränken kann einen Einfluss auf die Hautbeschaffenheit haben. So kann der Organgenhaut vorgebeugt oder ihr Erscheinungsbild verbessert werden.

Cellulite oder Lipödem?

Sind Cellulite und ein Lipödem das Gleiche? Obwohl beide Hautveränderungen ähnlich aussehen, unterscheiden sich die Cellulite und das Lipödem voneinander und sind nicht synonym zueinander zu verstehen.

Ein Lipödem entsteht durch eine Störung der Fettverteilung im Körper und nicht, wie ursprünglich angenommen, durch starkes Übergewicht. Die symmetrische Fettgewebsvermehrung tritt vorrangig am Gesäß, an den Beinen oder an den Armen auf.

Damit einhergehend sind häufig Wassereinlagerungen, massive Spannungsschmerzen und Druckschmerzen. Es kommt zu Schwellungen an Armen und Beinen, sodass sie sich sehr schwer anfühlen. Charakteristisch ist jedoch, dass die Hände und Füße nicht anschwellen und darüber hinaus auch wieder nur Frauen von dieser Fettvermehrung betroffen sind.

Body Positivity – Cellulite ist etwas ganz Normales

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei Cellulite um etwas „Normales“ handelt und es sehr viele Frauen betrifft. Das Gewicht spielt dabei keine Rolle. Sowohl schlanke als auch übergewichtige Frauen können eine Cellulite entwickeln. Cellulite ist nicht gesundheitsgefährdend, sondern nur ein optisches Problem, für das man sich nicht schämen muss.

Hierbei lässt sich gut das Stichwort „Body Positivity“ einbringen, dass seit einiger Zeit ein zentrales Thema in der Gesellschaft geworden ist.

Diese Bewegung kämpft vor allem gegen die gängigen, zum Teil unrealistischen und diskriminierenden Schönheitsideale. Diese Schönheitsideale sind Konstrukte der Gesellschaft und sollten das eigene Selbstwertgefühl nicht beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie ihren eigenen Körper akzeptieren und lieben, so wie er ist.

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