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Blonde Frau, die ein Peeling bekommt
Blonde Frau, die ein Peeling bekommt

Feel the Peel – die unterschiedlichen Peeling-Arten

Der Begriff des Peelings kommt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „schälen“ oder „pellen“. Dies bezieht sich unter anderem darauf, dass oberflächliche Hautschüppchen entfernt werden, wodurch das Hautbild verfeinert und die Durchblutung angeregt wird. Ein strahlender und frischer Teint ist die Folge. Doch zu beachten ist: Peeling ist nicht gleich Peeling. Die verschiedenen Peeling-Arten bringen auch unterschiedliche Wirkungen mit sich.

Mechanisches Peeling

Unter einem mechanischen Peeling werden Präparate verstanden, die kleine Schleifpartikel enthalten. Sie befreien Ihre Haut sanft von abgestorbenen Hautschüppchen und oberflächlichen Verhornungen. Darüber hinaus können Pflegeprodukte leichter von der Haut aufgenommen werden. Solche mechanischen Peelings können sowohl als Gesichts-, Körper- und Handpeeling angewendet werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich für den Körper, ein Massagehandschuh alternativ oder zusätzlich zu verwenden.

Tipp: Achten Sie bereits beim Kauf darauf, dass das Peeling-Präparat keine Reibepartikel aus Mikroplastik enthält. Diese könnten einerseits aufgrund der scharfen Kanten zu Mikroverletzungen führen und andererseits haben sie negative Auswirkungen auf die Umwelt. Im AESTHETICO peeling bestehen diese glatten Mikropartikel aus gehärtetem Rizinusöl und sind demnach pflanzlichen Ursprungs. Sie sind leicht biologisch abbaubar sowie damit einhergehend nachhaltig und umweltschonend.

Die Microdermabrasion kann auch dieser Rubrik zugeordnet werden, da mithilfe eines dafür vorgesehenen Gerätes Mikrokristalle auf der Haut verteilt werden und den gleichen oder sogar einen noch intensiveren Effekt erzielen können als mit einem mechanischen Peeling. Außerdem können damit tiefere Hautschichten erreicht werden. Wenden Sie sich dafür an Ihren AESTHETICO Professional. Mehr dazu erfahren Sie in dem Blogartikel Microneedling, Ultraschall & Co. – Beliebte Behandlungen der apparativen Kosmetik.

Allerdings sind diese Arten des mechanischen Peelings bei gewissen Hautbildern, beispielsweise für die empfindliche Haut oder für eine Akne mit starken Entzündungen, nur bedingt geeignet, da Mikroverletzungen oder Schmierinfektionen aufgelöst werden können. Hierfür empfehlen sich eher die nachfolgenden Peelingarten.

Enzympeeling

Bei einem Enzympeeling ist der Name Programm, da kurz gesagt eiweißspaltende Enzyme eingesetzt werden, welche die Ablösung der Hornzellen bedingen. Die Wirksamkeit der Enzyme zeigt sich durch das Lösen der Proteine in den Hornzellen. In der Anwendung verhalten sich die Peelings so, dass sie in Pulverform dargereicht und kurz vor der Anwendung mit warmem Wasser angerührt werden. Durch diesen Vorgang werden die Enzyme aktiv und entfalten ihre Wirkung.

Aufgrund ihrer milderen Wirkung kommt es seltener zu Rötungen oder unangenehmen Kribbeln auf der Haut. Daher eignet sich ein Enzympeeling besonders gut bei empfindlicher, entzündeter Haut oder auch bei Couperose und Rosacea. Da Enzyme relativ große Moleküle sind, können sie nicht besonders tief in die oberste Hautschicht (Epidermis) eindringen. Aber das ist auch gar nicht gewollt. Das Abtragen der abgestorbenen Hautzellen bewirkt in erste Linie einen erfrischten und regelmäßigen Teint.

Darüber hinaus regt es die Haut zur Regeneration und Neubildung der Hautzellen an. Aber auch bei einer unreinen Haut oder Akne ist es von Vorteil, regelmäßig Verhornungen im Gesicht zu lösen und somit verstopfte Poren zu öffnen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Wirkstoffe, die nach einem enzymatischen Peeling aufgetragen werden, besser in die Haut eindringen können, da der „Weg frei gemacht“ und dadurch die Aufnahmefähigkeit der Haut deutlich erhöht ist. Auch AESTHETICIO verfügt über ein Enzympeeling, welches Sie in Ihrem Institut durchführen lassen können.

Tipp: Das Enzympeeling kann das ganze Jahr über verwendet werden und stellt damit auch eine gute Alternative zu Fruchtsäurepeelings im Sommer dar.

Fruchtsäurepeeling (AHA-/BHA-Peelings)

Fruchtsäurepeelings gehören zur Gruppe der chemischen Peelings. Sie werden seit Langem in der dermatologischen und kosmetischen Praxis zur Regeneration und Aktivierung der Haut eingesetzt. Fruchtsäurepeelings können bei vielfältigen Hautbildern angewendet werden, sowohl bei Pigment- und Altersflecken, Akne, Rosacea, Neurodermitis als auch im Anti-Aging-Bereich.

Ihre verwendeten Einsatzkonzentrationen reichen von 2% in kosmetischen Homecare-Produkten bis 70% in medizinischen Fruchtsäurepeelings zur professionellen Anwendung. Die Wirkweise der Säure ist allerdings nicht nur abhängig von ihrer Konzentration.

Auch der eingesetzte pH-Wert der Formulierung nimmt einen entscheidenden Einfluss auf den Grad der Wirkung. Je höher die Säure-Konzentration und je niedriger der pH-Wert des Produktes, desto stärker der hornlösende und regenerierende Effekt, der über epidermale Strukturen hinaus bewirkt werden kann.

Alpha-Hydroxy-Säuren sind Carbonsäuren organischen Ursprungs, die eine Hydroxylgruppe in α-Stellung haben. Sie kann aus Pflanzen, unreifen Trauben oder auch Zuckerrohr synthetisiert werden und hat durch eine geringe Molekulargröße ein besonders gutes Penetrationsvermögen. Auch zielführende Wirkstoffe können mithilfe des Fruchtsäurepeelings in die Haut eingeschleust werden und erzielen durch eine höhere Wirkung in der Haut.

TCA-Peeling

Die Abkürzung TCA (engl. trichloroacetic acid) steht für Trichloressigsäure. Aufgrund der proteindenaturierenden Wirkung kann eine Abschälung der obersten Hautschicht erreicht werden und dringt bis in die zweite Hautschicht (Dermis) vor, was für eine optische Verjüngung der Haut sorgt. Es kann darüber hinaus auch durch Kombination mit anderen Säuren wie beispielsweise der Glycol- oder Salicylsäure verstärkt werden.

Ebenso wie bei einem Fruchtsäurepeeling können mit einem TCA-Peeling zahlreiche Indikationen behandelt werden wie beispielsweise oberflächliche Aknenarben, Aktinische Keratosen, Hyperpigmentierungen oder Falten.

Ein TCA-Peeling sollte nur von speziell geschulten Dermatolog*innen durchgeführt werden. Von der Anwendung von Produkten für die Heimanwendung, die es teilweise im Internet zu kaufen gibt, ist unbedingt abzuraten.

Blonde Frau, die ein Peeling bekommt

Phenolpeeling

Ein Peeling mit Tiefgang. Das Phenolpeeling ist das bekannteste tiefe Chemical Peel und hat eine Eindringtiefe bis ins mittlere „stratum reticulare“ der Dermis.

Durch das Auftragen und Einwirken einer Phenollösung wird eine vorübergehende Schädigung der Haut hervorgerufen. Nach der Einwirkzeit kommt es zur Entstehung eines Ödems (Schwellung) und einer entzündlichen Reaktion in Epidermis und Dermis. Die darauffolgende epidermale Nekrose (das Absterben mehrerer Zellen) fördert die Hautregeneration und Migration neuer Zellen.

In der Dermis kommt es zu einer erhöhten Anzahl von elastischen Fasern und der Durchmesser der Kollagenbündel wird erhöht, woraus diese sich regeneriert und anschließend glatter und straffer erscheint. Ein deutlicher Effekt der Hautverjüngung ist sichtbar.

Allerdings muss beachtet werden, dass das Phenol-Peeling sehr schmerzhaft sowie kosten- und zeitintensiv ist. Darüber hinaus wird dieses nur von extra geschulten Dermatolog*innen durchgeführt. Die sehr invasive und aufwendige Behandlung ist nur einmal im Leben durchführbar.

Unterscheidung anhand der Tiefe

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass oberflächliche, mitteltiefe sowie tiefe Peelings voneinander unterschieden werden können.

  • Bei einem oberflächlichen Peeling wird die oberste Hornschicht durch ein mechanisches oder chemisches Peeling entfernt (z.B. Peelingpräparate mit Schleifpartikeln, Microdermabrasion, Peelinghandschuh, Fruchtsäurepeeling, …). Diese können Sie zu Hause oder in Ihrem AESTHETICO-Institut durchführen.
  • Bei einem mitteltiefen Peeling wird durch ein chemisches Peeling die gesamte Hornschicht entfernt (z.B. Fruchtsäurepeeling, Trichloressigsäure-Peelings, …). Diese können Sie in einer dermatologischen Praxis von geschultem Praxispersonal durchführen lassen.
  • Bei einem tiefen Peeling wird die Haut bis zur Kollagenschicht abgetragen (z.B. Phenol-Peeling, …). Diese können Sie in einer dermatologischen Praxis von fachlich-ausgebildetem Personal durchführen lassen.
4.7 / 5 Bewertung
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Quellen

  • Bährle-Rapp, M. (2007). Peeling. In Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege (pp. 405-405). Springer, Berlin, Heidelberg.
  • Effekt, T., & Farbstofflaser, G. (2020). Medizinisch-kosmetische Behandlungsmöglichkeiten. Dermatologie und medizinische Kosmetik: Leitfaden für die kosmetische Praxis, 205.
  • Fessler, B. (2018). Fruchtsäure-und Phenolpeelings. ästhetische dermatologie & kosmetologie, 10(4), 16-17.
  • Philipp-Dormston, W. G. (2019). Chemisches Peeling in der Dermatologie. Der Hautarzt, 70(7), 535-546.
  • Wiest, L., & Habig, J. (2016). Chemische Peels in der Dermatologie. ästhetische dermatologie & kosmetologie, 8(4), 23-26.