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Frau mit blauen Augen, die im Sonnenlicht liegt
Frau mit blauen Augen, die im Sonnenlicht liegt

Akute & chronische Sonnenschäden der Haut – 7 Folgen von UV-Strahlung

„LSF 15 reicht völlig“ oder „Im Winter brauche ich doch keinen Sonnenschutz“ – Sätze wie diese hört man häufig. Doch die Auswirkungen von UV-Strahlung werden nach wie vor unterschätzt. Sonnenschäden können über Jahrzehnte entstehen und reichen von ästhetischen Hautveränderungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche akuten und chronischen Sonnenschäden auftreten können – und wie Sie sich wirksam davor schützen.

Akute Sonnenschäden

1. Sonnenbrand (Dermatitis solaris)

Ein Sonnenbrand gehört zu den bekanntesten Folgen einer übermäßigen UV-Belastung. Auf den der Sonne ausgesetzten Hautarealen entwickeln sich entzündlich bedingte, flächige Rötungen, die meist 3–5 Stunden nach der UV-Exposition erstmals sichtbar werden. Ihren Höhepunkt erreichen sie nach etwa 12–24 Stunden und können bis zu 48 Stunden anhalten, bevor die Haut langsam abheilt. Je stärker der Sonnenbrand, desto länger dauert auch der Heilungsprozess.1

Auslöser ist vor allem der UV-B-Anteil des Sonnenlichts. UV-B-Strahlen verursachen Schäden im Erbgut der Hautzellen und lösen eine entzündliche Reaktion aus. Dadurch erweitern sich die Blutgefäße in der Haut, was die typische Rötung und Wärme verursacht.1 Auch wenn der Sonnenbrand oberflächlich wieder abheilt, hinterlässt er auf Zellebene bleibende Schäden und kann später zu Hautkrebs führen.

2. „Sonnenallergie“ (z.B. Polymorphe Lichtdermatose oder Acne aestivalis)

Unter dem Begriff „Sonnenallergie“ fasst man verschiedene Hautreaktionen zusammen, bei denen oft nicht nur UV-Strahlung, sondern auch kosmetische oder medizinische Inhaltsstoffe eine Rolle spielen. Dabei handelt es sich bei fast allen dieser Reaktionen nicht um echte Allergien. Typische Symptome sind Juckreiz, Rötungen oder Brennen. Häufig treten die in der Regel stark juckenden Hautveränderungen innerhalb von Stunden nach der Sonnenexposition auf und betreffen bevorzugt die sonnenexponierten Areale, wie Arme, Handrücken und Dekollete.2 Die häufigsten Erscheinungen der Sonnenallergie sind polymorphe Lichtdermatosen, die durch UV-Licht ausgelöst werden. Mit ähnlichen Symptomen ist die Mallorca-Akne oder auch Acne aestivalis auch verbreitet, bei der Inhaltsstoffe in Kosmetika und Sonnenschutzmitteln in Kombination mit UV-Strahlen zu einer Reaktion der Haut führen.

Chronische Sonnenschäden

Während akute Schäden sichtbar sind, entstehen chronische Schäden leise und schleichend. Jede einzelne UV-Exposition summiert sich über Jahre – besonders bei Menschen, die beruflich viel im Freien arbeiten, wie Landwirte, Dachdecker oder Seeleute.3

1. Pigment-/Altersflecken

Bräunliche Verfärbungen bzw. Flecken auf der Haut sind weit verbreitet und treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. Sie entstehen durch eine übermäßige Ansammlung von Melanin. UV-Strahlung aktiviert die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten), die mit diesem natürlichen Mechanismus die Haut vor weiterer Strahlung schützen sollen. Langfristig können diese Mechanismen aber gestört sein und zu Pigment- oder Altersflecken führen. In der Regel sind sie ungefährlich und stellen für die meisten höchstens ein ästhetisches Problem dar. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie im Artikel „Wann, warum und wo? Altersflecken verstehen“.

2. Falten & vorzeitige Hautalterung (Photoaging)

Der Alterungsprozess der Haut resultiert aus dem Zusammenwirken genetischer und extrinsischer Faktoren. Zu letzterem zählt vor allem die UVA-Strahlung, die 80-90% der Hautalterung ausmacht. UVA dringt tief in die Haut ein, erzeugt oxidativen Stress und fördert den Abbau von Kollagen und Elastin. Die Folgen: unregelmäßige Pigmentierung, Trockenheit, Hauterschlaffung und Faltenbildung.4

3. Weißer Hautkrebs (z.B. aktinische Keratosen)

Weißer Hautkrebs zählt zu den ernstzunehmenden chronischen UV-Schäden. Dabei handelt es sich um lichtbedingte Veränderungen der Oberhaut, die sich als raue, schuppende Papeln oder Plaques zeigen – meist auf Stirn, Nase, Ohren, Kopfhaut, Handrücken oder Unterarmen. Besonders gefährdet sind helle Hauttypen, Personen mit häufigen Sonnenbränden in der Jugend, unzureichendem Sonnenschutz oder unter immunsuppressiver Therapie.5

Aktinische Keratosen entstehen durch langjährige UV-Belastung und gelten als Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms, einer Form des weißen Hautkrebses. In etwa 20–25 % der Fälle entwickeln sich aktinische Keratosen zu einem Plattenepithelkarzinom weiter. Zusätzlich fällt unter weißen Hautkrebs noch das Basalzellkarzinom, das ebenfalls durch chronische UV-Strahlung entsteht – allerdings ohne Vorstufen.5,6

Weißer Hautkrebs entsteht also durch langjährige Sonnenbelastung, selbst wenn keine ausgeprägten Sonnenbrände vorausgegangen sind. Beide Formen wachsen in der Regel langsam, bilden nur selten Metastasen und sind deshalb bei frühzeitiger Diagnose sehr gut behandelbar.5

4. Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom)
Der schwarze Hautkrebs unterscheidet sich deutlich vom weißen Hautkrebs. Das maligne Melanom entsteht aus Melanozyten und ist die aggressivste Form von Hautkrebs. Obwohl UV-Strahlung eine bedeutende Rolle spielt – besonders Sonnenbrände in der Kindheit – kann ein Melanom auch an Körperstellen auftreten, die kaum der Sonne ausgesetzt sind.7 Melanome entwickeln sich oft aus Muttermalen, können aber auch neu entstehen. Im Gegensatz zum weißen Hautkrebs metastasiert schwarzer Hautkrebs früh und kann lebensbedrohlich werden, wenn er nicht rechtzeitig erkannt wird.7 Hautkrebs zählt zu den weltweit häufigsten Tumorerkrankungen und sowohl die Zahl der Neuerkrankungen als auch die der Todesfälle steigt seit Jahren kontinuierlich. Besonders viele Diagnosen werden im Alter zwischen 75 und 79 Jahren gestellt. Entscheidend ist jedoch: Das Zuviel an Sonnenstrahlung entsteht nicht erst im hohen Alter, sondern summiert sich über das gesamte Leben.4

Schwarzen Hautkrebs erkennen – Die ABCDE-Regel

Grafik ABCDE-Regel

Lassen sich Sonnenschäden der Haut reparieren?

Bei akuten Sonnenschäden gibt es Möglichkeiten, die Hautreaktion zu bessern oder sogar eine Abheilung zu unterstützen. Sowohl bei sonnenallergischen Hautreaktionen als auch beim Sonnenbrand können Sie den Heilungsprozess mit kühlenden, feuchtigkeitsspendenden Produkten (zum Beispiel dem AESTHETICO aloe vera active gel) unterstützen. Wichtig ist aber, dass es vor allem beim Sonnenbrand zu Folgeschäden kommen kann: Jeder Sonnenbrand, vor allem im Kindes- und Jugendalter, erhöht das Risko an Hautkrebs zu erkranken. Die Schäden sind zunächst für das bloße Auge nicht sichtbar, auf Zellebene verursacht jeder Sonnenbrand jedoch enorme Schäden.8

Bei chronischen Sonnenschäden ist eine Abheilung nicht so einfach möglich. Zwar lassen sich die meisten Pigment- und Altersflecken mit viel Geduld und aufhellenden Produkten (beispielweise AESTHETICO whitening solution) reduzieren und auch die Symptome der Hautalterung lassen sich abmildern, aber Prävention ist und bleibt das beste Mittel gegen Sonnenschäden.

Frau, die im Sonnenlicht liegt und sich mit ihrer Hand davor schützt

Die Kraft der Prävention

Unsere Haut „vergisst“ keinen Sonnenstrahl. Schon kleine Versäumnisse summieren sich über Jahre. Ein verantwortungsvoller Umgang mit UV-Strahlung schützt langfristig vor Hautschäden und Hautkrebs. Dazu zählt Sonne zu meiden, insbesondere zur Mittagszeit, und die konsequente Nutzung hochwertiger Sonnencremes.3 

Bei AESTHETICO finden Sie gleich zwei dedizierte UV-Schutz-Produkte:

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Ergänzend empfehlen wir unsere Tagespflegen mit Lichtschutzfaktor: die AESTHETICO hydrating cream SPF 50 für feuchtigkeitsarme Haut sowie die getönte AESTHETICO skin harmonizer SPF 50 für fettige und zu Akne neigende Haut.

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Quellen

  1. Abeck D. Sonnenbrand. In: Häufige Hautkrankheiten in Der Allgemeinmedizin: Klinik, Diagnose, Therapie. Springer Berlin Heidelberg; 2020:163-165. doi:10.1007/978-3-662-57447-8_33
  2. Abeck D. Polymorphe Lichtdermatose. In: Häufige Hautkrankheiten in Der Allgemeinmedizin: Klinik, Diagnose, Therapie. Springer Berlin Heidelberg; 2020:119-122. doi:10.1007/978-3-662-57447-8_25 3.
  3. Herrmann K, Trinkkeller U. Sonne und menschlicher Organismus. In: Dermatologie Und Medizinische Kosmetik: Leitfaden Für Die Kosmetische Praxis. Springer Berlin Heidelberg; 2020:113-123. doi:10.1007/978-3-662-60990-3_14
  4. Huang AH, Chien AL. Photoaging: a Review of Current Literature. Curr Dermatol Rep. 2020;9(1):22-29. doi:10.1007/s13671-020-00288-0 5.
  5. Volz T, Plötz SG, Volz LS, et al. Epitheliale maligne Hauttumoren („Weißer Hautkrebs“). In: Plötz SG, Hein R, Ring J, Biedermann T, eds. Häufige Hauttumoren in Der Praxis. Springer Berlin Heidelberg; 2019:103-123. doi:10.1007/978-3-662-57371-6_14
  6. Nashan D, Hüning S, Heppt MV, Brehmer A, Berking C. Aktinische Keratosen. Hautarzt. 2020;71(6):463-475. doi:10.1007/s00105-020-04619-x
  7. Sirokay J, Uretzki M, Volz T, Plötz SG, Hein R, Ring J. Melanom. In: Plötz SG, Hein R, Ring J, Biedermann T, eds. Häufige Hauttumoren in Der Praxis. Springer Berlin Heidelberg; 2019:89-102. doi:10.1007/978-3-662-57371-6_13 8.
  8. D’Orazio J, Jarrett S, Amaro-Ortiz A, Scott T. UV Radiation and the Skin. Int J Mol Sci. 2013;14(6):12222-12248. doi:10.3390/ijms140612222