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dunkelhaarige Frau, die sich mit einer Hand an das Kinn fasst
dunkelhaarige Frau, die sich mit einer Hand an das Kinn fasst

Überpflegte Haut: So kommt es zur Perioralen Dermatitis

Was gut gemeint ist, kann der Haut schaden. Wer seiner Haut mit zu reichhaltiger Pflege etwas Gutes tun will, kann im schlimmsten Fall das Gegenteil erreichen und eine Periorale Dermatitis (POD) hervorrufen. Diese entzündliche Hauterkrankung wird auch Mundrose genannt, denn sie weist typischerweise rund um den Mund schuppige Hautareale sowie kleine entzündliche Hautunreinheiten auf.1 Lesen Sie hier, warum „überpflegte“ Haut zu Perioraler Dermatitis neigt, was es mit der Krankheit auf sich hat und welche Maßnahmen Sie zur Behandlung einleiten können.

Wie entsteht eine Periorale Dermatitis?

Eine übermäßige Pflege kann Ihre Haut überfordern. Insbesondere Feuchtigkeitscremes können der Haut bei zu häufiger Verwendung und ständigem Produktwechsel zusetzen. Die feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe können die Epidermis (Oberhaut) aufquellen. Geschieht dies zu häufig, kommt es zu einer Störung der schützenden Hautbarriere. In der Folge trocknet die Haut aus, die natürliche Mikroflora gerät aus dem Gleichgewicht und das Risiko für Entzündungen steigt.2

In diesem geschwächten Zustand können sich Bakterien besonders leicht vermehren und Infektionen verursachen. Das Problem: Um das unangenehme Trockenheits- und Spannungsgefühl zu reduzieren, greifen Betroffene häufig erneut zu feuchtigkeitsspendenden Cremes und verschlimmern das Hautproblem dadurch weiter. Ein echter Teufelskreis, der vermehrt junge Frauen betrifft, die großen Wert auf eine makellose Haut legen und häufig neue Pflegeprodukte ausprobieren.3  Gerade in Zeiten von Tiktok, Instagram und Co. entstehen ständig neue Skincare-Trends, die immer wieder zum Testen weiterer Wirkstoffe und Produkte verleiten.

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Wussten Sie, dass die Periorale Dermatitis früher auch Stewardessenkrankheit genannt wurde?

Flugbegleiterinnen sind häufiger von der Hauterkrankung betroffen. Der Grund: Sie legen in der Regel besonderen Wert auf eine gepflegte Erscheinung. Viel Make-up, das auch über einen langen Tag halten muss, gehört zum Alltag. Zusätzlich wirkt die trockene Kabinenluft belastend auf die Haut.

An welchen Symptomen erkenne ich eine Periorale Dermatitis?

Die Periorale Dermatitis oder auch Mundrose zeigt sich in Form von:

  • Rötungen
  • Hautschüppchen
  • Juckreiz

Wie der Name schon sagt, entstehen die Symptome rund um den Mund (perioral), wobei häufig ein schmaler Rand um die Lippen symptomfrei bleibt. In der Anfangsphase quillt die Hornschicht auf, wodurch die Hautbarriere geschädigt wird und Rötungen entstehen. Dies erleichtert den Eintritt von Bakterien und Allergenen in die Haut. Im weiteren Verlauf verdicken sich zudem die Hautschichten und die Zellzwischenräume vergrößern sich. Im fortgeschrittenen Stadium treten zudem entzündliche Hautunreinheiten auf.1

Weitere Formen sind die Perinasale Dermatitis und die Periokuläre Dermatitis, bei welchen die Merkmale im Nasen- bzw. Augenbereich auftreten.2

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Wie unterscheiden sich Periorale Dermatitis und Rosacea?

Rötungen und entzündliche Papeln im Gesicht können sowohl bei der Perioralen Dermatitis als auch bei der Rosacea, genauer gesagt bei ihrem Subtyp „Rosacea papulopustulosa“ auftreten. Zwar wird die Periorale Dermatitis gelegentlich auch Rosacea-artige Dermatitis genannt, dennoch handelt es sich um zwei verschiedene Hauterkrankungen, die sich sowohl in ihrer Ursache als auch ihren Symptomen und ihrem Verlauf unterscheiden.2

  • Ursache: Die Ursachen beider Krankheiten sind noch nicht vollends geklärt. Für die Entstehung der Rosacea spielt vermutlich die genetische Veranlagung eine Rolle. Bei der Perioralen Dermatitis hingegen ist meist das eigene Pflegeverhalten der Auslöser.1,4
  • Symptome: Bei der Rosacea konzentrieren sich die Symptome auf Wangen und Nase, gelegentlich auch auf das Kinn. Nase und Kinn können zwar auch bei der Perioralen Dermatitis betroffen sein, der Fokus liegt hier aber auf der Mundpartie und nicht den Wangen.1,4
  • Verlauf: Die Rosacea ist eine chronische Hauterkrankung. Das bedeutet, dass sie nicht heilbar ist und in Schüben verläuft. Die Periorale Dermatitis dagegen ist durchaus behandelbar.1

Was kann ich bei einer Perioralen Dermatitis tun?

Weil die Mundrose in der Regel durch ein Zuviel an Hautpflege entstanden ist, sollten Sie die Verwendung von Pflegeprodukten deutlich einschränken. Wir empfehlen den kompletten Verzicht auf Cremes, Seren und andere Kosmetika – die sogenannte Nulltherapie. Sie gibt Ihrer Haut die Möglichkeit sich wieder von allein zu regenerieren. Für die Gesichtsreinigung empfehlen wir in dieser Zeit besonders milde Präparate, wie z.B. AESTHETICO cleansing lotion. Versuchen Sie darüber hinaus den Kontakt mit Wasser im Gesicht auf ein Minimum zu reduzieren.

Sobald die Periorale Dermatitis abgeklungen ist, sollten Sie Ihre alte Pflegeroutine überprüfen. Vermeiden Sie häufige Wechsel der Pflegeprodukt und verringern Sie falls nötig die Anwendungsfrequenz. Zur langsamen Eingewöhnung können Sie nach einiger Zeit auf eine Gesichtspflege zurückgreifen, die die Hautbarriere stärkt und beruhigend wirkt. Unser Produkttipp: AESTHETICO scaling balm.

Gerade wenn Ihre Haut neben Rötungen auch Entzündungen aufweist, empfehlen wir Ihnen in jedem Fall den Gang zum Dermatologen. Der Arzt wird Ihnen die passenden Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen. Möglicherweise ist eine medikamentöse Behandlung, z.B. mit Antibiotika, notwendig.

Übrigens steht UV-Strahlung unter Verdacht, die Periorale Dermatitis zu verstärken. Es ist daher ratsam, Sonnenbäder und Solarienbesuche zu vermeiden. Ihre Haut dankt es Ihnen – auch in Bezug auf vorzeitige Hautalterung.

Geduld ist ein hilfreicher Begleiter, wenn es darum geht, die Periorale Dermatitis loszuwerden. Bleiben Sie diszipliniert am Ball und steigern Sie so die Chancen, dass Ihre Mundpartie bald wieder frei von Rötungen, Papeln und Co. ist.

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