Sonnen(n) mit Verstand

Schon in den letzten Tagen wurden wir von der Sonne verwöhnt und der meteorologische Sommeranfang steht jetzt direkt vor der Tür! Eine dezente Bräune lässt uns frisch und gesund aussehen – aber das Sonnenlicht hat auch seine Schattenseiten: Zu viel lässt unsere Haut alt aussehen und kann sowohl akute als auch Langzeitschäden hervorrufen.

Haben Sie schon in Ihre tägliche Pflege UV-Schutz integriert? Die Haut verfügt zwar über ein Eigenschutzsystem gegen Schädigungen durch UV-Strahlung, allerdings reicht dieses bei den meisten Nordeuropäern – abhängig vom Hauttyp – gerade einmal für einen Aufenthalt von 10 bis 30 Minuten in der Sonne. Daher sind Produkte, die einen Lichtschutzfaktor enthalten, tagsüber eigentlich schon Pflicht …

Für die morgendliche Pflegeroutine ist die AESTHETICO hydrating cream SPF 15 hervorragend geeignet, sie bietet der Haut mit Schutzfaktor 15 einen mittleren UV-Schutz für den Tag. Für den längeren Aufenthalt im Freien und als UV-Schutz während des Sonnenbadens empfehlen wir die AESTHETICO suncare sensitive Produkte mit Sun Protection Factor (SPF) 30 bzw. 50.

… und nicht nur ungebräunte – auch die schon „sonnengewöhnte“ Haut sollte geschützt werden, damit sie nicht irgendwann „SOS“ meldet.

Sie haben Fragen zum Thema UV-Strahlung und Lichtschutz? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema für Sie zusammengefasst:

Was ist der Unterschied zwischen UV-A- und UV-B-Strahlung?

Es gibt zwei Arten von UV-Strahlung, die uns und unserer Haut gefährlich werden können: Die tief in die Haut eindringenden langwelligen UV-A-Strahlen – sie schädigen die Bindegewebsstruktur und führen zu vorzeitiger Hautalterung. Außerdem können Sie Veränderungen des Zell-Erbgutes hervorrufen, was die Entstehung von Hautkrebs begünstigt.

Die zweite wichtige und noch gefährlichere Strahlungsart ist die UV-B-Strahlung. Diese kurzwelligen Strahlen dringen in die oberen Hautschichten ein und erzeugen dort bei zu großer Intensität den bekannten „Sonnenbrand“ und können ebenfalls zu Hautveränderungen bis hin zu Hautkrebs beitragen.

Über welche eigenen „sichtbaren“ Schutzmechanismen verfügt die Haut?

Die Bräunung: In den Pigmentzellen (Melanozyten) wird Melanin gebildet, was die Bräune hervorruft. Hierdurch sollen die darunter liegenden Zellen vor Schäden des Erbgutes geschützt werden. Allerdings geht die Bildung dieses Hautfarbstoffes und dessen Transport an die Hautoberfläche nur langsam vor sich: Erst nach zwei bis vier Tagen ist er an der Hautoberfläche sichtbar.

Die Lichtschwiele: Hierunter versteht man eine Verdickung der obersten Hautschicht, der Hornschicht. Durch die UV-B-Strahlung wird die Zellteilung in der untersten Schicht der Oberhaut (Basalschicht) beschleunigt. So werden mehr Zellen gebildet, die langsam an die Hautoberfläche wandern, dabei absterben und die Hornschicht verdicken. Diese abgestorbenen Zellen absorbieren, streuen und reflektieren die UV-Strahlung. Die Lichtschwiele ist erst nach ca. 3 Wochen voll ausgebildet.

Was ist der UV-Index?

Die Abkürzung UV mit einer anschließenden Zahl (z. B. UV 6) findet man mittlerweile in vielen Wetter-Apps. Sie steht für den UV-Index, eine internationale Messeinheit für die Ultraviolettstrahlung (UV-B) der Sonne und beschreibt den am Boden zu erwartenden Tagesspitzenwert. Er bewegt sich auf einer Skala von 1–11+: Je höher der Wert, desto größer die Gefahr von Hautschäden. Zu beachten ist, dass der UV-Index aufgrund von Reflexionen durch Sand, Wasser oder Schnee höher sein kann, als angegeben.

Wie hoch soll der Lichtschutzfaktor sein?

Der Lichtschutzfaktor ist ein Maß für den UV-B-Schutz. Um ihn richtig auszuwählen, müssen der jeweilige Hauttyp sowie die Intensität der UV-B-Strahlung am Aufenthaltsort (s. UV-Index) berücksichtigt werden. Die meisten Mitteleuropäer gehören den Hauttypen I-III an, Südeuropäer dem Typ IV. Die Eigenschutzzeit liegt zwischen 10 Minuten (Hauttyp I – keltischer Typ) und 30 Minuten (Hauttyp III – Mischtyp/dunkelhäutiger Europäer).

Als Auswahlhilfe für den minimal anzuwendenden individuellen Lichtschutz bei gesunder Erwachsenenhaut kann man folgende Faktoren anwenden:

  • Hauttyp I: 4 x UVI
  • Hauttyp II: 3 x UVI
  • Hauttyp III: 2 x UVI
  • Hauttyp IV: 1 x UVI

Was ist der Unterschied zwischen physikalischen und chemischen Filtern?

Physikalische Lichtschutzfilter bestehen aus mineralischen Mikropigmenten wie Titandioxid oder Zinkoxid. Diese schützen die Haut, in dem sie die Sonnenstrahlen brechen und reflektieren.

Chemische Lichtschutzfilter (auch organische Filter genannt) dringen oberflächlich in die Haut ein und wandeln die energiereichen UV-Strahlen in Wärme um. Je nach umgewandelter Wellenlänge unterscheidet man UV-A-, UV-B- oder Breitbandfilter.

Um die Haut vor möglichst vielen Strahlungsarten wirkungsvoll zu schützen, wird meist eine Kombination aus physikalischen und verschiedenen chemischen Filtern verwendet, was leichtere und nicht oder nur gering „weißelnde“ Formulierungen ermöglicht.

Was bedeutet das UVA im Kreis?

Sonnenschutzprodukte sollen nicht nur vor UV-B- sondern auch vor UV-A-Strahlen schützen: Produkte, die ein UVA-im-Kreis-Symbol tragen, bieten einen Schutz vor UV-A-Strahlung, der mindestens ein Drittel des Lichtschutzfaktors beträgt.

Wann sollte ich Lichtschutz auftragen?

Um den angegebenen UV-Schutz zu gewährleisten, sollten die Produkte 20–30 Minuten vor der Sonnenexposition aufgetragen werden, damit auch alle chemischen Filtersubstanzen genügend Zeit haben ihre Schutzwirkung zu entwickeln. Rein physikalischer Lichtschutz wirkt aufgrund der auf der Haut aufgelagerten Mikropigmente sofort.

Wieviel muss ich auftragen?

Geiz ist bei Sonnenschutzmitteln kontraproduktiv: Um die angegebene Schutzwirkung zu erzielen, müssen 2 mg/cm² Haut aufgetragen werden. Das bedeutet, dass mindestens 6 Teelöffel (40 ml) Sonnenschutzmittel für das Eincremen eines durchschnittlichen Erwachsenen verwendet werden sollten.

Muss ich nachcremen?

Ganz gleich, ob wasserfeste oder nicht wasserfeste Produkte verwendet werden, das Nachcremen sollte nicht vergessen werden. Es verlängert zwar nicht die grundsätzliche Aufenthaltsdauer ohne Gefährdung in der Sonne, aber selbst „wasserfeste“ Sonnenschutzprodukte lösen sich durch den Aufenthalt im Wasser, Schwitzen, Reibung durch Sand oder Handtücher teils wieder ab.

Was bedeutet eigentlich „wasserfest“ oder „extra wasserfest“?

Es gibt einen allgemeinen Standard (Colipa) der die Kennzeichnung der Wasserfestigkeit auf den Produkten definiert: Ein Produkt darf als „wasserfest“ bezeichnet werden, wenn nach 2x 20 Minuten normierten Badens noch 50 % des Lichtschutzfaktors messbar ist. „Extra wasserfest“ ist ein Produkt, wenn nach 4x 20 Minuten normierten Badens mindestens noch 50 % des LSF messbar ist.

Wasserfestigkeit bedeutet demzufolge nicht, dass der ursprüngliche Schutz unverändert weiter besteht. Daher sollte der Sonnenschutz nach dem Schwimmen und Abtrocknen erneut aufgetragen werden.

Kommen Sie gut geschützt durch den Sommer!

your skin. our profession. – Ihre Haut. Unsere Profession.

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