Gesichtspflege

Hyaluronsäure – Die Königin der Anti-Aging-Wirkstoffe

Hyaluronsäure oder auch nur Hyaluron genannt ist ein Mucopolysaccharid, also ein Kohlenhydrat. Sie kommt fast überall im Körper vor und ist gleichzeitig ein fester Bestandteil vieler Anti-Aging-Produkte.

Doch worauf müssen Sie beim Kauf eines Produktes mit Hyaluronsäure achten? In diesem Blogbeitrag verraten wir Ihnen, warum Hyaluron in Kosmetikprodukten verwendet wird, welche Wirkung der Inhaltsstoffe hat und wie sich Hyaluron-Produkte unterscheiden.

Warum wird Hyaluronsäure in Kosmetikprodukten verwendet?

Hyaluronsäure kommt natürlicherweise im Körper vor und ist unter anderem im Bindegewebe der Haut, aber auch zum Beispiel in Knorpelgewebe zu finden. Durch die körperverwandte Struktur zeichnet sie sich daher durch eine besondere Verträglichkeit aus, sodass kaum Nebenwirkungen, Unverträglichkeiten oder Allergien bekannt sind.

Außerdem wird Hyaluron gerne als Feuchtigkeitsmagnet in vielen Kosmetikprodukten eingesetzt. Hyaluronsäure ist stark hygroskopisch, sie verbindet sich mit Wasser und bildet daraus eine gelartige Flüssigkeit. Aufgrund ihrer chemischen Struktur kann ein Gramm Hyaluronsäure bis zu sechs Liter Wasser binden. Sie erhöht dadurch den Feuchtigkeitshaushalt der Haut und mindert so Falten. Diese Eigenschaft sorgt für die Elastizität und Spannkraft.

Wie wirkt Hyaluronsäure in Kosmetikprodukten?

Beim Auftragen der Hyaluronsäure bildet sich ein zarter Film auf der Hautoberfläche. Dabei bilden sich Wasserstoffbrücken zwischen der Hyaluronsäure und dem Keratin der Haut aus. Durch das Verdunsten des Wassers im Produkt entsteht eine leichte Spannung auf der Haut. Dies hat zur Folge, dass Falten (optisch) reduziert werden.

Hyaluronsäure in einer Pipette

Wie kann Hyaluronsäure in der Behandlung eingesetzt werden?

Das Einsatzgebiet von Hyaluronsäure ist vielseitig – von der Verarbeitung in Kosmetikprodukten, der professionellen Nutzung bei der Kosmetikerin bis hin zum Einsatz in der ästhetischen Dermatologie. Besonders populär ist Hyaluronsäure zurzeit in der ästhetischen Dermatologie, wo sie zur Faltenunterspritzung mittels Filler genutzt wird. Das Lippenvolumen wird auch gerne mit dem Hyaluron-Pen vergrößert. Unter hohem Druck und einer großen Geschwindigkeit wird die Hyaluronsäure unter die Haut eingeschleust. Ebenso wird Hyaluronsäure von der Kosmetikerin in Kombination mit Microneedling eingesetzt. Dadurch kann der Wirkstoff tiefer in die Haut penetrieren. Somit kann Hyaluron in viele unterschiedliche Anti-Aging-Behandlungen integriert werden.

Welche verschiedenen Formen der Hyaluronsäure gibt es?

Die Wirkung der Hyaluronsäure steht in direktem Zusammenhang mit seiner molekularen Größe. In Kosmetikprodukten werden niedermolekulare (kurzkettige) und hochmolekulare (langkettige) Hyaluronsäuren verwendet. Leider können Sie das nicht immer aus der INCI-Liste (Inhaltsstoff-Liste auf dem Kosmetikprodukt) entnehmen, welche Molekülmasse vorliegt. Die Nachfrage beim Hersteller kann sich daher durchaus lohnen. Bei beiden Formen wird der Begriff Sodium Hyaluronate verwendet. Selten wird für die hochmolekulare Hyaluronsäure der Name Hyaluronic Acid eingesetzt. Darüber hinaus gibt es vernetzte Formen der Hyaluronsäure. Die trägt den Namen Sodium Hyaluronate Crosspolymer. Durch die vernetzte Strukturform lässt sich der Wirkstoff nicht so einfach entfernen und dadurch bleibt der Effekt länger bestehen.

Was „können“ Hyaluron-Produkte denn wirklich?

Ab dem 25. Lebensjahr nimmt der hauteigene Gehalt an Hyaluronsäure ab. Das ist ein natürlicher Prozess und lässt sich nur bedingt aufhalten. Daher ist es sinnvoll ab Mitte 20 hyaluronhaltige Produkte in die Pflegeroutine zu integrieren. Ob eine nieder- oder hochmolekulare oder beide Strukturformen vorhanden sind, ist abhängig von der gewünschten Produkteigenschaft. Einige Produkte sind so entwickelt, dass sie einen Soforteffekt erzielen und daher auf hochmolekulare Hyaluronsäure setzen. Wiederum möchten andere Produkte einen Langzeiteffekt und eine gewisse Depotwirkung erzielen. Diese Produkten arbeiten mit niedermolekularer oder vernetzter Hyaluronsäure. Sie müssen entscheiden, welchen Effekt Sie gerne möchten und welcher für Ihre Haut zielführend ist.

Ein Vorschlag von uns

Sie können wunderbar am Morgen ein Produkt mit einer hochmolekularen Hyaluronsäure anwenden und sich am Abend niedermolekularen Hyaluronsäure fokussieren. Somit haben Sie am Morgen einen Soforteffekt, die Fältchen sind sichtbar gestrafft und die Haut erfrischt und am Abend sorgen sie für einen Langzeiteffekt, der den Feuchtigkeitshaushalt der Haut langfristig füllt.

Warum sollte ich Hyaluronsäure immer mit weiteren Wirkstoffen kombinieren?

Immer häufiger gibt es auf dem Markt reine Hyaluronsäure als Konzentrat oder Serum. Diese zielen allein auf den Feuchtigkeitsgehalt der Haut ab. Dabei ist unsere „Königin der Anti-Aging-Wirkstoffe“ keine Alleskönnerin und benötigt weitere Wirkstoffe, um effektiv und mehrdimensional zu wirken. Wirkstoffe wie Argireline®, Sanddornfruchtfleischöl und Panthenol sind die idealen Begleitwirkstoffe für Hyaluronsäure. Diese finden Sie z.B. in dem AESTHETICO juvenation. Durch die enthaltene nieder- und hochmolekulare Hyaluronsäure können Sie das Konzentrat morgens und auch abends in Ihre Pflegeroutine integrieren. Es bietet das „extra Glas Wasser für die Haut“ und zudem nachhaltige Anti-Age-Wirkung.

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